Leseratte Es war „ziemlich chaotisch“

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Kornwestheim - Irgendwie hatten sie sich alles ein bisschen anders vorgestellt: größer und ein bisschen weniger hektisch. Aber Spaß gemacht hat es allemal: Siebtklässler des Ernst-Sigle-Gymnasiums waren Ende September im Tigerenten-Club und haben an der Rate- und Spieleshow für Schulklassen teilgenommen. Das Thema der Sendung war „verrückte Sportarten“. Gegner war das Hölderlin-Gymnasium aus Stuttgart.

Toni Luithardt, Rayan Ibrahim und Yann Cosson wurden von ihren Klassenkameraden ausgewählt, das ESG-Spieleteam zu bilden und gegen die Stuttgarter anzutreten. Jeder hatte zwei Stimmen. Toni sei besonders sportlich, Rayan musikalisch, und Yann könne generell gut „Fragen beantworten“. Deshalb hätten sich ihre Klassenkameraden wohl für sie entscheiden, mutmaßen die drei.

Für sie war es der erste Auftritt in einer Fernsehsendung. Und: „Irgendwie habe ich mir das Studio mindestens doppelt so groß vorgestellt“, sagte Toni Luithardt hinterher. Er war zwar schon einmal im Fernsehen, allerdings aus einem ganz anderen Anlass. Bei einem Handballspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Tunesien war er mit den Spielern eingelaufen. Und irgendwie ging es im Tigerenten-Club auch um Sport, um verrückten Sport eben. Im Gummistiefelwerfen und in einer Form von Quidditch mussten die Kornwestheimer Schüler zum Beispiel antreten. „Manches war ziemlich peinlich“, meint Rayan. Aber anderes sei auch ziemlich „cool gewesen“ – die eigene Garderobe, der Backstagebereich, den die drei ganz für sich allein hatten, zum Beispiel. „Es gab Getränke und wir konnten uns sogar stylen lassen“, erzählt Yann. Das hat er auch müssen, erzählt der Siebtklässler. „Wir hatten davor noch Sportunterricht.“ Erst nach der zweiten Stunde ging es mit dem Bus nach Göppingen. Dort wird die TV-Sendung nämlich aufgezeichnet. „Schon die Fahrt war lustig“, sagt Toni. „Es hat sich echt gelohnt.“ Und aufgeregt waren die drei dann schon auch. „Ich konnte nachts überhaupt nicht einschlafen“, sagt Toni. „Und ich habe mir drei Tage lang noch Gedanken gemacht.“

Und wie haben sich die ESG-Siebtklässler geschlagen? Etwa so schlecht? Das dürfen sie noch nicht verraten, denn sonst wäre ja die Spannung komplett weg. Die Sendung wird nämlich erst am 4. November zum ersten Mal ausgestrahlt. Nur soviel dürfen sie verraten: Es war ziemlich chaotisch. „Wir mussten zum Beispiel einige Szenen noch einmal nachstellen, damit das am Ende auch alles gepasst hat“, erzählt Yann. „In der Proberunde lief es aber viel besser. Das war wohl die Aufregung.“ Und so stressig hätten sie es sich auch nicht vorgestellt. „Ich habe eigentlich gedacht, dass es zwischen den Spielen einen Cut gibt“, erinnert sich Toni. „Aber wir mussten direkt zum nächsten Rennen.“

Wer sich jetzt fragt, wie man sich als Klasse für den Tigerenten-Club bewerben kann, der kann sich einmal im Netz unter: www.kindernetz.de/tigerentenclub/bewerben/ umschauen.

Übrigens: Das ESG ist bald schon wieder beim Tigerenten-Club dabei. Lehrer Timo Keller hat eine weitere Zusage: am 5. Dezember fährt er erneut mit einer Klasse nach Göppingen.

 
 

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