Lokalsport Die Tage des Sportspeichers sind gezählt

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Ein letztes Gruppenbild im Sportspeicher: die Skizunft-Piloten. Foto: z/Smail Mast

BMX/Kornwestheim - Rund 75 ehrenamtliche Helfer haben dieser Tage dabei angepackt, als der Sportspeicher in Stuttgart-Bad Cannstatt leer geräumt wurde. „Der Auszug ist vollbracht und die letzte Trainingseinheit der Kornwestheimer BMX-Piloten fand bereits am 12. Dezember statt“, berichtet die BMX-Abteilung der Kornwestheimer Skizunft. Der Räumungsbefehl durch die Stadt Stuttgart war vor recht genau einem Jahr ergangen. Die Halle wird abgerissen werden, und mit ihr die Indoor-BMX-Bahn in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Das ruft bei den BMX-Fahrern einigermaßen große Enttäuschung hervor. Denn eine gleichwertige Wintertrainingsstätte für die BMX-Athleten ist nicht in Sicht. Der Einzug, der im September 2011 nach neunmonatiger Bauzeit – das Ganze durch den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Helfer – erfolgte, sei in Deutschland einzigartig gewesen, wie die BMX-Abteilung weiter mitteilt. Für den Umbau der Speicherhallen hatten sich der Bundestrainer Simon Schirle und die Athleten selbst stark gemacht.

Eine adäquate Trainingsstätte ist in diesem Ausmaß und auf Dauer derzeit nicht in Sicht. Die rund 250 BMX-Sportler aus ganz Baden-Württemberg, die den Sportspeicher im Neckarpark bislang als Wintertrainingsstätte genutzt hatten, müssen nun auch in der kalten Jahreszeit, soweit das Wetter es zulässt, wieder auf die Außenanlagen ausweichen.

Die BMX-Bahn der Skizunft, in Kornwestheim gelegen zwischen Tal- und Aldinger Straße und regelmäßig Schauplatz von Bundesliga-Rennen, ist jedoch auch im Winter befahrbar – meistens zumindest. Das Problem sei allerdings die frühe Dunkelheit. Ein durchgehendes Vereinstraining könne deshalb keinesfalls stattfinden, klagen die Kornwestheimer Piloten.

 
 

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