Lokalsport In allen Sportarten ruht der Ligabetrieb

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Bei den Fußballern des SVK ist direkter Körperkontakt ab sofort tabu. Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Es rollt kein Ball mehr, die Schläger bleiben im Schrank, die Hallen leer. Mit der Ausbreitung des Coronavirus steht der gesamte Sport über die Grenzen von Kornwestheim hinaus still. Die Fachverbände haben den Spielbetrieb bis auf weiteres unterbrochen, der Württembergische Landessportbund gibt die Empfehlung aus, auch den Trainingsbetrieb einzustellen. Die Stadt Kornwestheim hat die Sportstätten zwar freigegeben, einige Abteilungen haben aber bereits einen Trainingsstopp angekündigt. Hierzu eine Übersicht, wie es in verschieden Sportarten vor Ort weitergeht und was die Vereinsverantwortlichen dazu sagen.

Fußball

Bis zum vergangenen Donnerstag rechneten die Fußballer der Kornwestheimer Vereine fest damit, dass sie an diesem Wochenende gegen den Ball treten werden. Am späten Nachmittag folgte dann die Absage: Bis zum 31. März fallen alle Partien in den Wettbewerben bis zur Verbandsliga aus. „Wir haben in unserem Club die Notbremse gezogen und werden bis auf weiteres auch nicht trainieren“, sagt Michael Uhse, Vorstand des SV Pattonville. Auch beim SV Kornwestheim werden in den kommenden Wochen besondere Regeln gelten. Das Training der Jugendmannschaften ist ausgesetzt, bei den Aktiven finden die Einheiten mit speziellen Vorgaben statt. „Wir stellen es den Spielern frei, am Training teilzunehmen und werden Übungen ohne Körperkontakt machen“, sagt Sascha Becker, Trainer der ersten Mannschaft. Dabei werde auf das gemeinsame Umziehen und das Duschen nach der Einheit verzichtet.

Handball

Bei den Handballmannschaften des SV Kornwestheim wirkt die Meldung des Spielstopps noch langfristiger. Die Spiele des Drittliga-Teams sowie der anderen Aktivenmannschaften werden bis zum 17. April vorerst abgesagt. Einen Schritt weiter ging der Handballverband Württemberg im Nachwuchsbereich: Ab sofort ist die Saison für alle Jugendteams beendet und wird nicht gewertet. „Das ist vor allem schade für unsere männliche B-Jugend, die auf dem besten Weg zur Meisterschaft in der Verbandsliga war“, sagt Abteilungsleiter Andreas Postl. Trotzdem werde der Verein versuchen, für die Nachwuchshandballer bald wieder eine Trainingsmöglichkeit anzubieten, so Postl. Bei der zweiten Männermannschaft sowie dem Frauenteam besteht dagegen noch Hoffnung, dass die Saison nach der Unterbrechung zu Ende gespielt wird. „Die Zweiten hat den Aufstieg in die Württembergliga fix gemacht, die Frauen waren kurz davor“, sagt Postl, „es wäre schade, wenn die Saison nicht gewertet wird.“

Basketball

Die Basketball-Teams der Skizunft haben ebenfalls auf die Absetzung des Spielbetriebs reagiert: Bis 17. April werden neben den Partien aller Mannschaften auch die Trainings ausfallen. „Wir beobachten die Entwicklung ganz genau und hoffen, dass es noch einmal weitergeht“, sagt Skizunft-Vorstand Uwe Heinle. Aktuell haben sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft der Kornwestheimer noch Chancen auf die Meisterschaft. Ebenfalls aussichtsreich stehen einige Jugendmannschaft des Clubs in den Tabellen. Pausieren werden die C-Jugendfußballer des Nordhangexpress’ sowie die Freizeitmannschaft.

Volleyball

Auch über die Netze der Volleyballteams des SV Kornwestheim werden zumindest bis zum 17. April keine Bälle fliegen. Bis dahin dauert der vorläufige Spielstopp, den der Volleyball-Landesverband Württemberg ausgesprochen hat. „Unsere Saison ist ja schon fast zu Ende, daher hoffen wir, dass wir die verbleibenden Spiele noch irgendwann unterbekommen“, sagt Abteilungsleiterin Bärbel Gaus. Neben der aktuellen Hallenrunde ist bei den Kornwestheimer Volleyballern auch der Verlauf der Sommersaison im Sand noch ungewiss. „Eigentlich müssten wir jetzt mit den Vorbereitung für Beachvolleyball beginnen, aber uns fehlt vollkommen die Planungssicherheit für die Veranstaltung“, sagt Gaus.

Tischtennis

Obwohl die Sportler beim Tischtennis zumindest im Einzel eine Plattenlänge trennt, ist auch die Saison aller Mannschaften unterbrochen. Nach der Mitteilung des Verbandes entschieden sich die Offiziellen der Tischtennisspieler des SVK auch den Trainingsbetrieb auszusetzen. „Es hätte keinen Sinn gemacht, beim aktuellen Stand die Spieler in die Halle zu schicken“, sagt Abteilungsleiter Heinz Kipp. Das Regionalligateam der Kornwestheimer belegt aktuell den vierten Platz. Lediglich der SVK 4 hatte nach dem bisherigen Saisonverlauf noch ein Wörtchen im Rennen um den Aufstieg mitzureden.

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