Ludwigsburg Beziehungsdrama: Ein Fall für das SEK

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Der Anlass für den Einsatz der Spezialkräfte war ein Beziehungsstreit. Doch es bestand der Verdacht, dass ein Mann bewaffnet sein könnte. Foto: 7aktuell/Simon Adomat

Ludwigsburg - Viel Blaulicht, schwer bewaffnete Polizisten mit Helmen und Schutzschilden sowie zahlreiche Streifenwagen: Dieses Bild bot sich Bewohnern der Ludwigsburger Weststadt am Montagabend. Der Anlass dieses großen Einsatzes war ein Streit zwischen einem 31-jährigen Mann und einer 22 Jahre alten Frau. Vermutlich, weil eine Trennung anstand, wie die Polizei berichtet, fing der Mann an zu randalieren. Seine Noch-Freundin floh und alarmierte die Beamten – und gab dabei an, dass der Mann im Besitz von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen sei.

Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg rückten daher mit Verstärkung eines Sondereinsatzkommandos (SEK) an. Die Polizisten konnten die Wohnung gegen 21.25 Uhr ohne Gegenwehr des Mannes betreten. Er ließ sich widerstandslos festnehmen und wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

In der Wohnung fanden die Polizisten, wovor die Frau sie gewarnt hatte: Messer, Macheten, Schwerter, Schreckschuss- und Softairwaffen sowie eine Armbrust. Sämtliche Waffen wurden beschlagnahmt, derzeit ermittelt die Kriminalpolizei wegen möglicher waffenrechtlicher Verstöße. Bislang ist noch nicht bekannt, ob der Mann die Waffen legal besitzen durfte. Zumindest sei er bis dato nicht in Sachen illegalen Waffenbesitzes aufgefallen, sagt der Polizeisprecher Peter Widenhorn. Der Einsatz von SEK und Polizeipräsidium Ludwigsburg dauerte nach Angaben der Beamten bis nach Mitternacht an.

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