Ludwigsburg Für die Impfung noch keine Terminvergabe

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Die Impfungen in Ludwigsburg sollen am 15. Januar beginnen. Foto: dpa/Markus Schreiber

Ludwigsburg - Die Schilder, die zum Corona-Kreisimpfzentrum in der Ludwigsburger Weststadt führen sollen, sind schon in der Mache. Am 15. Januar soll es losgehen mit dem Impf-Marathon. Allerdings wird der Landkreis in den ersten Wochen längst nicht so viel Impfstoff geliefert bekommen, wie Menschen geimpft werden können: Rund 1600 Bürger pro Tag könnten in der Grönerstraße den Pikser gegen Corona bekommen, doch nach aktueller Sachlage werden dem Kreis in den ersten drei Wochen wohl nur 1950 Impfdosen wöchentlich zur Verfügung stehen – „leider“, wie die Landratsamt-Sprecherin Caren Sprinkart sagt. Der Landkreis ist Betreiber des Impfzentrums.

Auch anmelden kann man sich derzeit noch nicht. „Da wir noch keine gesicherte Aussage zur tatsächlich verfügbaren Impfmenge haben, ist noch keine Terminvergabe für den Landkreis möglich. Wir rechnen aber spätestens mit einer Freischaltung der Terminvergabe in der Kalenderwoche eins“, sagt Sprinkart.

Vergabe der Termine wird über bundesweite Hotline geregelt

Die Vergabe werde über die bundesweit geltende Nummer 116117 geregelt. Die ist derzeit allerdings überlastet – durchzukommen ist Glückssache. Das Landratsamt rät, alternativ die zentrale Online-Anmeldung unter www.impfterminservice.de/impftermine zu nutzen. Weil für einen Impfschutz zwei Dosen innerhalb von drei Wochen notwendig sind, werden bei der Anmeldung gleich beide Termine vereinbart.

Höchste Priorität haben bei der Terminvergabe zunächst über 80-Jährige, Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Pflegekräfte. Auch die Beschäftigten in medizinischen Diensten mit hohem Risiko, etwa auf Intensivstationen, in Notaufnahmen oder im Rettungsdienst, kommen frühzeitig an die Reihe.

Betagte Menschen, die nicht in einer Einrichtung leben, müssen sich selbst um ihre Impftermine kümmern: Sie werden nicht angeschrieben oder auf andere Weise informiert. In anderen Bundesländern wird das zum Teil anders gehandhabt, für Baden-Württemberg „war das eine Entscheidung des Landes, der wir als Landkreisverwaltung folgen“, erklärt die Pressesprecherin.

Impfteams vorrangig in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz

Für die erste Impfphase entfalle die Notwendigkeit, dass Hausärzte eine Impfberechtigung ausstellten: Es reiche ein Alters- oder Arbeitgebernachweis. In den Kreisimpfzentren stünden für die Überwachung der geimpften Menschen ein Arzt, ein Notfallsanitäter und zwei Rettungssanitäter zur Verfügung, teilt das Landratsamt mit. In der ersten Phase werden die Impfungen ausschließlich in den Impfzentren und von mobilen Impfteams verabreicht. Das liegt laut der Kreisbehörde an der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs und an den Lagerbedingungen – er muss bei minus 70 Grad gelagert werden. Die mobilen Impfteams sind vorrangig in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz. Pflegebedürftige Menschen, die zuhause leben, können von den mobilen Teams zunächst nicht geimpft werden. Zu einem späteren Zeitpunkt, so die Planung, soll man auch beim Hausarzt geimpft werden können.

Für Irritation sorgt zurzeit, dass mancherorts schon geimpft wird, in Ludwigsburg aber noch nicht. Das liegt daran, dass das Land große Landesimpfzentren in Stuttgart, Ulm, Tübingen, Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Offenburg und Rot am See eingerichtet hat, die diese Woche die Arbeit aufgenommen haben, während der Start für die Kreisimpfzentren erst für Mitte Januar festgelegt wurde.

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