Ludwigsburg Neue Hoffnung für die Rockfabrik

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Rund 2000 Menschen haben am vergangenen Wochenende in Ludwigsburg für die Rettung der Rofa demonstriert Foto: factum/Simon Granville

Ludwigsburg - Der Ludwigsburger Oberbürgermeister Matthias Knecht geht davon aus, dass sich das Ende der Rockfabrik doch noch abwenden lässt. Knecht hat nach eigener Aussage am vergangenen Montag zwei Stunden mit dem Immobilienunternehmer Max Maier gesprochen, der den Mietvertrag mit der Disco nicht mehr verlängern möchte. Ob Maier nach dem Treffen mit dem OB von seiner harten Haltung abrückt, ist unklar – über die Inhalte des Gesprächs werde er keine Angaben machen, sagt Knecht. „Ich glaube aber, dass wir für die Rockfabrik noch eine Lösung finden können.“ Wie genau diese aussehe, müsse er allerdings „noch offen lassen“.

Die Zeit wird knapp: Der Mietvertrag läuft Ende des Jahres aus

Schon vor Wochen hatte Knecht erklärt, dass die Stadt sich für die Rettung der Rockfabrik einsetze und den Betreibern auch bei der Suche nach anderen Standorten helfe. Die neuerlichen Aussagen deuten darauf hin, dass er auch eine Einigung mit Max Maier und den Erhalt der Rofa am jetzigen Standort nicht ausschließt. Sicher ist: Der Mietvertrag läuft Ende des Jahres aus und die Suche nach Alternativen blieb bislang ergebnislos. Die Grünen haben daher unlängst gar gefordert, die Stadt solle das Gebäude kaufen, um die Rofa zu retten.

Max Maier äußert sich nicht zu dem Thema. Die Rofa ist eine der bekanntesten und größten Discotheken Deutschlands und wurde 1983 in den Hallen einer ehemaligen Kühlschrankfabrik in der Weststadt eröffnet. Maier besitzt in dem Gewerbegebiet zahlreiche Grundstücke. Warum er die Rofa los werden möchte, ist unbekannt. In den vergangenen Monaten wurde er deswegen im Internet mit Hass und Häme überzogen. Knecht nimmt ihn jetzt in Schutz. „Max Maier ist zuletzt in einem völlig falschen Licht erschienen“, sagt der Oberbürgermeister. Der Unternehmer habe einen „unglaublich innovativen Blick“ auf die Stadt und sei stark an gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen interessiert. „Er wird momentan zu Unrecht als Unmensch dargestellt.“

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