Ludwigsburg Was Ludwigsburg Kindern zu bieten hat

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Die Ludwigs: Die kleine Playmobilfamilie steht Modell Foto: privat

Ludwigsburg - Wenn Susanne Zabel-Lehrkamp in und um Ludwigsburg unterwegs ist, dann hat sie zwei Dinge immer dabei: ihren Fotoapparat und ein kleines Säckchen mit Playmobilfiguren. Mutter, Vater und zwei Kinder – die Ludwigs. Die vier Plastikmännchen stehen Modell für ihren Blog, wenn ihre eigenen Kinder einmal nicht dabei sind. Auf der Internetseite schreibt die 37-Jährige über Aktivitäten in und um die Barockstadt für Kinder und Familien. „Ludwigsburg ist so eine tolle Stadt, in der man so viel unternehmen kann “, sagt Zabel-Lehrkamp. Nur viele wüssten das gar nicht. „Aber man muss nicht immer auf den gleichen Spielplatz mit den Kindern.“

Favoritepark, Schloss und Co. mit Kinderaugen betrachtet

Neben ihrem Blog www.ludwigsburgmitkind.de bespielt Zabel-Lehrkamp auch einen gleichnamigen Instagramkanal. Die Liste an Empfehlungen, die in nicht einmal einem halben Jahr zusammen gekommen ist, ist lang. Dort finden sich etliche Spiel- und Grillplätze, Kulturveranstaltungen, Angebote für Kindergeburtstage, Sportangebote im Kreis und familienfreundliche Wanderwege. Natürlich dürfen auch die Sehenswürdigkeiten wie das Schloss oder der Favoritepark nicht fehlen. Nur: die Sozialpädagogin, die hauptberuflich beim Landratsamt arbeitet, beschreibt sie aus Kindersicht. „Was an diesen Orten besonders ist, weiß ich doch nicht“, sagt Zabel-Lehrkamp. Zumindest nicht für eine Sechsjährige.

Deshalb lässt sie sich nach den Ausflügen von ihrer Tochter und ihrem achtjährigen Sohn erzählen, was ihnen besonders gefallen hat. Zabel-Lehrkamp ergänzt die Eindrücke ihrer Sprösslinge um Infos zur Anfahrt, zu etwaigen Eintrittspreisen, Öffnungszeiten und gibt eine Altersempfehlung ab. Wenn sie selbst nicht überzeugt ist, dann kann es sein, dass ein Ausflugsziel auch mal nicht auf ihrer Webseite landet. Obwohl das Hobby sehr zeitintensiv ist. Die gebürtige Triererin bekommt zwar zahlreiche Tipps von anderen Eltern, testet die Empfehlungen aber immer selbst. „Ich empfehle nur Sachen, für die ich mit gutem Gewissen stehen kann“, sagt sie.

Generell sei ihr Blog offen für alle. Wer einen Text beisteuern will, muss nur eine Mail schreiben. Bislang hat Zabel-Lehrkamp aber alle Einträge selbst verfasst. Dass sie Spaß am Schreiben hat, hat sie während der Zeit als freie Mitarbeiterin beim Ludwigsburger Innenstadtverein bemerkt, für den sie vor allem über Aktivitäten für Kinder und Familien berichtete.

Eine Zusammenarbeit mit der Stadt?

Sogar ein Buch hat die Ludwigsburgerin geschrieben. In „Ludo entdeckt Ludwigsburg“, erkundet ein Hund jene Stadt, die Zabel-Lehrkamp Kindern mit der Geschichte näher bringen will. „So etwas gab’s davor nicht“, sagt die zweifache Mutter. Das habe sie bemerkt, als sie 2014 mit ihrer Familie aus dem Rems-Murr-Kreis hergezogen sei. Auch wenn Ludwigsburg viel biete, es gehe natürlich noch besser, sagt Zabel-Lehrkamp. Zum Beispiel könnten manche Spielplätze besser an das Radwegenetz angebunden sein. Sie hofft, dass die Stadt auf ihre Bemühungen aufmerksam wird – und sie etwas dazu beitragen kann, Ludwigsburg „noch kinderfreundlicher“ zu machen. Dass sie auch die Kindersicht einbringen kann, ist sicherlich kein Nachteil. Und wenn es nichts wird mit der Zusammenarbeit, hat Zabel-Lehrkamp jede Menge Ideen. Viele Eltern fragen zum Beispiel nach kinderfreundlichen Gastronomieangeboten. „Aber das zu bewerten, damit tue ich mich schwer“, sagt die 37-Jährige. Dass die Ludwigs, die kleine Playmobilfamilie, demnächst nicht nur im Wald sondern auch an einem Tisch in einem Restaurant sitzt, schließt sie aber nicht komplett aus.

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