Nestlé-Werk in Ludwigsburg Die Richter sollen entscheiden

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Ihn ärgert nicht nur, dass der Konzern davon jetzt nichts mehr wissen will. Auch so sei bei der Berechnung der Abfindung der einzelnen Mitarbeiter etliches schief gelaufen. Mehrfach habe man nachrechnen müssen. „Es ist mir unverständlich, dass ein Konzern, der auf der ganzen Welt mit Lebensmitteln handelt, so etwas nicht hinbekommt“, kommentiert Zacher.

Frust über Gelände-Verkaufspläne

Der Nestlé-Sprecher Alexander Antonoff erklärt zu den finanziellen Streitfragen: „Wir gehen davon aus, dass letztlich die zuständigen Arbeitsgerichte zur Auslegung entsprechende Entscheidungen treffen müssen.“ An diese werde man sich halten. Nach Einschätzung des Gewerkschafters Zacher kommt den Konzern die Caro-Produktionsverlagerung nach Portugal mittlerweile so teuer, dass sie sich „aus heutiger Sicht kaum noch lohnt“.

A propos teuer: Dass die Stadt nun ihre Fühler nach dem Nestlé-Areal ausstreckt, ärgert die Mitarbeiter obendrein. Ende November hatte Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec (Freie Wähler) ihnen auf einer Kundgebung zugesichert: „Wir haben zu keinem Zeitpunkt mit Nestlé über den Ankauf des Areals verhandelt.“ Vergangene Woche, berichten Nestlé-Beschäftigte, habe eine Abordnung der Stadt das Gelände in Augenschein genommen: „Den Blick von uns Beschäftigten abgewandt“.

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