Schach Danny Yi erspielt sich Platz für Meisterturnier

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Danny Yi holt beim württembergischen Schachfestival den zweiten Platz. Foto: z

Kornwestheim - Während des württembergischen Schachfestivals wurde dieser Tage der württembergische Meister ermittelt. Dazu haben sich in diesem Jahr die besten Schachspieler des Schachverbands in Weissach eingefunden. Die dortige „Alte Strickfabrik“ bot sehr gute Bedingungen für die Meisterschaften, die in Meister-, Kandidaten- und offenes Turnier eingeteilt war. Sechs Spieler aus Württemberg und vier internationale Meisterspieler spielten im Meisterturnier um den Titel. Im Kandidatenturnier kämpften 28 Schachspieler um zwei Startplätze für das Meisterturnier im kommenden Jahr. Darunter waren auch drei Teilnehmer der Schachfreunde: Julian Maisch, Danny Yi und Marc Schallner gingen an den Start des neunrundigen Wettkampfes. Dabei erspielte sich Danny Yi mit 6,5 Punkte den zweiten Platz, womit er sich einen Startplatz für das Meisterturnier 2020 sicherte. Knapp dahinter landete Julian Maisch mit sechs Punkten auf Rang 4. Marc Schallner wurde mit ausgeglichenem Punktekonto 15.

Alle drei Kornwestheimer erwischten einen guten Start ins Turnier. Danny Yi und Julian Maisch gelangen jeweils ein Sieg. Marc Schallner startete direkt gegen Gunnar Schnepp, die Nummer 1 der Setzliste, und erkämpfte sich dabei eine Punkteteilung. Auch in der zweiten Runde gab es für Schallner eine umkämpfte Partie gegen Philipp Müller. Am Ende unterlag er aber in einem Turmendspiel. Für Yi und Maisch gab es jeweils ein Remis. Direkt in der Folgerunde bot sich für Danny Yi die Chance, die Niederlage seines Mannschaftskollegen auszugleichen. Seine Begegnung gegen Philipp Müller wurde früh unübersichtlich. Beide Seiten hatten Gelegenheiten zum Sieg, den entscheidenden Fehler seines Kontrahenten nutzte dann der Kornwestheimer aus und erzielte den vollen Punkt. Mit 2,5/3 Punkten lag das Nachwuchstalent der Schachfreunde aussichtsreich im Rennen. In der vierten Runde kam es zur direkten Begegnung zwischen Yi und Maisch. Eine recht ruhige Partie endete mit einer Punkteteilung. Damit blieben beide im Rennen um die Spitzenplätze. Marc Schallner erspielte gleichzeitig ein weiteres Remis. In die Schlussphase des Turniers startete Schallner mit seinem ersten Sieg im Turnierverlauf. Somit glich er sein Punktekonto wieder aus. Die wohl aufregendeste Partie folgte in Runde 8. Ein langer Schlagabtausch endete nach 61 Zügen und über fünf Stunden Spielzeit mit einem Remis. Ein weiteres Remis in der Schlussrunde sicherte ein ausgeglichenes Punktekonto und bedeutete Rang 15 in der Abschlusstabelle (punktgleich mit Rang 9).

Für Yi und Maisch war vor den letzten drei Runden auch der Turniersieg noch möglich. In Runde 7 spielten beide Remis. In der Partie zwischen Danny Yi und Gunnar Schnepp verbrauchten beide Spieler früh viel Bedenkzeit. Die Remisvereinbarung erfolgte in einer schwer einzuschätzenden Stellung. Julian Maisch erspielte in derselben Runde gegen Martin Krockenberger ein Unentschieden. In Runde 8 gab es für beide Kornwestheimer einen vollen Punkt. Vor der Schlussrunde hatten Yi und Maisch jeweils 5,5 Punkte erspielt. Die Top 2 und die damit verbundene Qualifikation sowie sogar der Turniersieg waren noch möglich. Für Maisch ging es gegen Sebastian Fischer, der sich durch zwei vorangegangene Siege einen Vorsprung auf die Verfolger erspielt hatte und dem so ein Unentschieden zum Turniersieg reichte.

Der Partie startete ruhig, es folgte eine kurze spannende Phase, und die Spieler vereinbarten schließlich ein Unentschieden. Damit stand Fischer als Turniersieger fest, die Plätze 2 bis 4 waren aber noch zu verteilen. Nach einer unspektakulären Eröffnungsphase ergab sich bei Danny Yi eine interessante Stellung. Die Partie fand ein schnelles Ende, als der junge Kornwestheimer ein schönes Mattmotiv erspähte, dass seine Gegnerin übersah.

Gleichzeitig gewann auch der vierte Bewerber um die Spitzenplätze, Gunnar Schnepp, seine Schlussrundenpartie. Damit lagen Danny Yi und Gunnar Schnepp punktgleich bei 6,5/9 Zählern. Ein hauchdünner Vorsprung in der Feinwertung bedeutete aber Rang 2 für den Kornwestheimer.

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