Schwimmen Schillers triumphale Rückkehr

Von
Gerhard Schiller schwimmt der Konkurrenz davon. Foto:  

Kornwestheim - Gerhard Schiller ist zurück – und wie. Der 70-jährige, der aufgrund gesundheitlicher Probleme drei Jahre pausieren musste, trat bei den deutschen Meisterschaften der Mastersschwimmer in Karlsruhe an. Dort holte er in seiner Altersklasse 70 vom Fleck weg sechs Titel und drei zweite Plätze.

„Eigentlich hatte ich über meine Paradestrecken 50, 100 und 200 Meter Freistil auch die jeweiligen Meisterschaftsrekorde im Auge“, berichtet der Kornwestheimer in Reihen des SV Cannstatt. Doch die Teilnahme an gleich vier Staffelwettbewerben habe am Ende zuviel Kraft gekostet. So blieb es bei einer einzigen neuen Meisterschaftsbestmarke, die Schiller in 1:05,61 Minuten über 100 Meter Freistil aufstellte. Dabei war er in seinem Rennen fast zwei Sekunden schneller als der amtierende Europameister Dieter Seifert vom SV Poseidon Hamburg.

Auf seinen Vorzeigestrecken holte Schiller ebenfalls die Titel, wenn auch ohne Rekord: Über 50 Meter Freistil schlug er nach 29,52 Sekunden an, über 200 Meter nach 2:38,52 Minuten. Auch über 200 Meter Lagen gab’s mit überlegenen 3:05,33 Minuten die Goldmedaille, ebenso über 50 Meter Schmetterling mit 32,95 Sekunden.

In den Staffelwettbewerben ergatterte er gemeinsam mit Wilfried Schwab, Wolfgang Raschke und Gerhard Neff in der Altersklasse „280-319 Jahre“ in 5:30,66 Minuten den Titel über 4x100 Meter Freistil – allerdings ohne Konkurrenz. Ein zweiter Platz sprang in gleicher Besetzung über 4x50 Meter Freistil heraus, in einer Zeit von 2:13,13 Minuten. Das Quartett Schiller, Schwab, Neff und Wolfgang Färber schwamm in 6:00,08 Minuten außerdem zu Silber über 4x100 Meter Lagen. In 2:32,64 Minuten wurde es über die halbe Distanz ebenfalls der zweite Platz.

„Ich bin schon mit einer gewissen Erwartungshaltung zu den Meisterschaften gefahren“, sagt Schiller, der außerdem beim TC Kornwestheim Tennis spielt. Nun wolle er abwarten, wie es weiter läuft. Denn: „Ganz zufrieden bin ich mit den Zeiten nicht. In Zukunft verzichte ich auf die Staffelrennen.“ Dennoch freue er sich sehr, dass er die Konkurrenz nach so langer Abwesenheit immer noch im Griff habe. Und das mit den Rekorden komme dann sicher auch noch.

Artikel bewerten
1
loading
 
 

Sonderthemen