Volleyball Leitner fordert noch mehr Einsatzwillen

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Im Soll: die SG Kornwestheim/Freiberg mit Kapitän Chris Helwig (links) und Fritz Bäßler. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Die Männer der SG Kornwestheim/Freiberg schneiden in der Bezirksliga Nord nach der Hinrunde ab wie erwartet. Die SVK-Frauen stehen sogar besser da, als von ihrem Coach erhofft.

SG Kornwestheim/Freiberg, Männer

Eine halbe Saison lang ist Andreas Leitner nun wieder Coach der Volleyball-Männer der SG Kornwestheim/Freiberg. Nach dem Rückzug von Spielertrainer Helge Sprenger hatte er ein Team übernommen, das – auch unter seiner dreijährigen Ägide bis Ende der Saison 2015/2016 – häufig mit großen Ambitionen gestartet war, nach dem Aufstieg in die Bezirksliga jedoch den Sprung nach weiter oben stets verpasste. Zuletzt war es Rang 5 geworden.

Zum Start in die aktuelle Spielzeit hatte Leitner ganz bewusst auf die Bremse getreten und einen Mittelfeldplatz als Ziel ausgerufen. Den belegt sein Team als Sechster von neun Mannschaften auch in der noch andauernden Winterpause. „Wir wollten diese Saison erst einmal abwarten. Ich wusste nicht genau, wie ich das Team einschätzen sollte“, sagt Leitner nun – und spricht gleichzeitig von der Vorgabe, zunächst den Klassenverbleib zu sichern. Das dürfte aufgrund des Abstandes zum Tabellenende durchaus machbar sein.

Drei Siege aus acht Spielen stehen bei der SG derzeit auf der Habenseite. „Wir sind recht vielversprechend in die Saison gestartet“, blickt Leitner zurück. Zählbares gab’s jedoch erst mal nicht: Gegen den ASV Botnang 2 und die SG TSV Untersteinbach/TSG Öhringen (Leitners Favorit auf den Titelgewinn) setzte es zwei knappe 2:3-Pleiten. In der Folge holten die Kornwestheimer allerdings zwei 3:0-Siege bei der Waldenburger Reserve und beim SV Esslingen 2. „Der Knackpunkt war danach das Spiel gegen den SV Remshalden 2“, so Leitner. Trotz eigener Matchbälle verlor seine Mannschaft am Heimspieltag mit 2:3, im zweiten Spiel gab es gleich noch ein 0:3 gegen den TV Cannstatt hinterher.

Nach einer klaren 0:3-Niederlage bei der SG TSV Kleinsachsenheim/VC Freudental gelang dem Leitner-Team mit einem deutlichen 3:0 (25:19, 25:17 und 26:24) über den Tabellenvierten TSV Kleiningersheim dann aber doch noch das Erfolgserlebnis vor dem Jahreswechsel. „Unser Libero Daniel Fintrop hatte einen Sahnetag und hat unzählige Bälle im Spiel gehalten“, sagt Leitner. „Überhaupt waren wir hoch motiviert und die Blockarbeit war überragend.“ Diese Leistung sollen seine Spieler nun konservieren. Zudem will Leitner noch mehr Einsatzwillen und Trainingsfleiß sehen. „Das ist der Grundstock für den Erfolg.“

Weiter geht’s für die SG Kornwestheim/Freiberg voraussichtlich erst am Sonntag, 3. Februar, mit dem Spiel beim Tabellenführer SG TSV Untersteinbach/TSG Öhringen. Die Begegnung beim Tabellenzweiten ASV Botnang 2 hätte eigentlich am 19. Januar den Rückrundenauftakt bilden sollen, wird aber laut Andreas Leitner wohl auf Sonntag, 10. Februar, verlegt.

SV Kornwestheim, Frauen

Die Frauen des SV Kornwestheim mussten sich zunächst in einer neuen Bezirksligastaffel zurechtfinden. Von Nord nach Ost ging es für den Vorjahressechsten von Neu-Trainer Sven Brummer, der vor der Saison den Klassenverbleib als Ziel ausgerufen hatte. Zudem musste die Mannschaft mit einigen personellen Veränderungen klarkommen, sodass eine Einordnung zum Beginn schwerfiel.

Doch offenbar fand sich der SVK, derzeit auf Rang 5, gleich ganz gut zurecht. Den Saisonstart gestaltete Brummers Team erfolgreich: Drei Siege gab es hintereinander, zwei davon auswärts. Gegen die Topmannschaften SV Esslingen, ASV Botnang und MTV Ludwigsburg 3 reichte es allerdings nicht zu Zählbarem.

Bei der 1:3-Heimniederlage gegen Botnang Mitte November hatten die Kornwestheimerinnen besonders Pech: Zuspielerin Svenja Oort verletzte sich am Sprunggelenk und fiel für den Rest der Hinrunde aus. Am nächsten Spieltag ist sie aber wieder dabei“, verkündet Brummer. Er kann sich sehr wohl vorstellen, mit dem Team irgendwann den Aufstieg in Angriff zu nehmen. „Aber momentan ist das sowieso nicht realistisch.“ Zwei bis drei Jahre könne das schon noch dauern. Er peilt in der laufenden Spielzeit den dritten Tabellenplatz an, der für sein Team durchaus in Reichweite scheint. „Wir sind auf dem richtigen Weg, denke ich“, sagt Brummer, der außerdem das Mixed-Team der TSG Steinheim trainiert, mit dieser Mannschaft aber zur Zeit Tabellenletzter ist.

Dass die Richtung stimmt, bewies sein Team zuletzt auch beim standesgemäßen 3:0 (25:14, 25:17 und 25:13)-Erfolg beim Schlusslicht TSV Bernhausen. „Das war ein Pflichtsieg“, so Brummer, „der Gegner hat viele Fehler in Annahme und Verteidigung gemacht.“

Ins Jahr 2019 starten die SVK-Frauen mit einem Heimspieltag: am Sonntag, 20. Januar, geht es gegen die DJK Schwäbisch Gmünd 3 sowie den TSV Georgii Allianz Stuttgart 4. Beide stehen in der Bezirksliga-Tabelle hinter den Kornwestheimerinnen.

 
 

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