Wirtshaus Zom Schiller in Fellbach Im Biergarten die Seele baumeln lassen

Von Eva Herschmann
Im Schiller-Biergarten spenden Bäume und Schirme wohltuenden Schatten. Foto: /Eva Herschmann

Seit 45 Jahren werden im Wirtshaus Zom Schiller in der Schillerstraße 24 in Fellbach – in Sichtweite der Schwabenlandhalle – Gäste bewirtet. Hinter dem Lokal, das längst eine Institution in der Stadt ist, liegt der Schiller-Biergarten, ein grünes Kleinod mit altem Baumbestand, in dem die Gäste die Seele baumeln lassen und sich die gutbürgerliche schwäbisch-bayerische Küche von Wirtin Selma Mittendorf und ihrem Team schmecken lassen können.

Im Jahr 1977 wurde das Wirtshaus eröffnet

„Für mich ist das der schönste Biergarten im Umkreis, weil er zentral in der Stadt liegt, aber dennoch so ruhig ist“, sagt die 58-Jährige, die das Schiller vor 15 Jahren übernommen hat – und seitdem betreibt. Am 1. Mai 1977 wurde das Wirtshaus Zom Schiller am Rande des Schwabenlandhallen-Parks eröffnet. In der Gaststätte schaffen dunkle Möbel eine rustikal-gemütliche Atmosphäre.

Doch bei schönem Wetter setzt sich niemand nach drinnen. „Im Haus zu sitzen, ist fast schon eine Strafe, denn wir haben keine Klimaanlage“, sagt Selma Mittendorf. Jung und Alt zieht es also hinaus in den Biergarten und in den wohltuenden Schatten der alten Bäume, darunter auch einige Linden, und großen Sonnenschirme.

Der grüne Außenbereich mit seinen 150 Sitzplätzen ist der Treffpunkt im Sommer, und zumeist sind alle Tische besetzt. Wenn der Biergarten voll ist, hat Gastgeberin Selma Mittendorf kein Auge für das Freiluft-Idyll hinter dem Haus. Ihr Platz ist in der Küche. Die Gäste wollen schließlich verköstigt werden. Etwa mit Schnitzelbert, einem Wiener Schnitzel, gekrönt mit einem Camembert, einer Schillerschen Eigenkreation. Oder mit einem Schwabensalat, der von gerösteten Maultaschen gekrönt wird. Auch der Schillersalat mit Hähnchenbruststreifen ist beliebt.

Nicht nur von den Stammgästen gerne genommen, werde aber auch die Schweinshaxe in Dunkelbiersoße mit Holzofenbrot, sagt Andy Bontas, der zusammen mit Selma Mittendorf vor 15 Jahren ins Schiller kam und einfach zum Lokal dazugehört. „Die Haxe ist legendär und überregional bekannt. Aber auch unser Rostbraten geht immer richtig gut“, sagt Andy Bontas, der im Sommer in der kleinen Holzhütte im Biergarten steht und die Gäste mit Getränken versorgt. Etwa mit dem Schiller-Bier, einem eigens für das Fellbacher Lokal gebrauten naturtrüben Export oder mit Bier vom Fass, und – natürlich auch – mit hiesigen Weinen.

Im Schiller geht es ungezwungen zu

Im Schiller geht es bodenständig und ungezwungen zu. Allerdings sei es besser, rechtzeitig zu reservieren, sagt die Chefin. Wer einfach so vorbeikommt, könnte Pech haben. Denn an schönen Sommertagen gibt es selten einen freien Platz im gemütlichen Biergarten. „Bei uns ist es jeden Tag voll. Wir liegen mitten im Wohngebiet, die Leute drumherum sind unsere Dauergäste. Zu uns kommt man nicht zum Ausgehen, sondern zum Abendessen“, sagt Selma Mittendorf.

Die Gäste schätzen am Schiller die lockere, gemütliche Atmosphäre. Außerdem die schwäbische Gastfreundschaft, die in dem Traditionslokal seit 45 Jahren großgeschrieben wird. Wer vor oder nach dem Einkehren einen Spaziergang durch die Weinberge am Kappelberg machen möchte, muss zudem nicht weit laufen. Und für die kleinen Gäste gibt es den Spielplatz im Schwabenlandhallenpark in unmittelbare Nähe.

Öffnungszeiten

Service
Das Wirtshaus Zom Schiller in der Schillerstraße 24 in Fellbach hat keinen Ruhetag. Montags bis samstags ist das Lokal von 17 bis 23 Uhr geöffnet, warme Küche gibt es bis 21.30 Uhr, und an Sonntagen ist von 17 U bis 22 Uhr geöffnet, mit warmer Küche bis 21 Uhr.

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